
Auftaktkonferenz zum Projekt KLIMA+: Gemeinsam für mehr Klimaresilienz in der Grenzregion
Am 27. Mai 2026 fand im Museums- und Bildungszentrum des Nationalparks „Ujście Warty“ in Słońsk (Ornitovo) die Eröffnungskonferenz des Projekts KLIMAT+ unter dem Motto „Gemeinsam für die Klimaresilienz der Grenzregion“ statt.
Die Veranstaltung versammelte über 60 Teilnehmer, die sich für die Anpassung an den Klimawandel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die Stärkung der Klimaresilienz von Städten und Gemeinden im deutsch-polnischen Grenzgebiet interessierten. Das Treffen bot Gelegenheit, die Hauptziele des Projekts und die von den Partnern geplanten Maßnahmen vorzustellen sowie über die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel zu diskutieren – von der Bestandsaufnahme bis zum Handeln.
Während der Konferenz wurden unter anderem die Maßnahmen vorgestellt, die im Rahmen des Projekts KLIMAT+ umgesetzt werden sollen, darunter die Grundzüge grenzüberschreitender städtischer Klimaanpassungspläne. Diese Pläne werden für die Städte Gubin und Guben sowie Kostrzyn nad Odrą und Küstrin-Kietz erarbeitet. Zudem wurden Beispiele für im Rahmen des Projekts geplante Mikroanpassungsmaßnahmen vorgestellt. Die Partner betonten, dass im Rahmen des Projekts zahlreiche Initiativen zur Sensibilisierung der Einwohner des Fördergebiets durchgeführt werden. Geplant sind unter anderem thematische Treffen, Picknicks, Workshops, Studienbesuche und Lehrpfade. Außerdem werden ein Schulklimazentrum in Żary sowie das deutsch-polnische Informations- und Bildungszentrum „Grenzstation für Klimaanpassung“ am Bahnhof in Küstrin-Kietz entstehen. Diese Einrichtungen sollen der Klimabildung, der Integration und dem Erfahrungsaustausch auf beiden Seiten der Grenze dienen.
Auf dem Programm der Konferenz standen auch Vorträge von Experten:
- Prof. Dr. habil. Ing. Sonoko Bellingrath-Kimura vom ZALF Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung stellte Erfahrungen aus laufenden Projekten, das Konzept der „Landschaftsfenster“ sowie praktische Maßnahmen zur Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel vor
- Irena Krukowska-Szopa – Vorsitzende der Umweltstiftung „Zielona Akcja“ – erörterte bewährte Praktiken im Bereich der Anpassung, darunter vorbildliche Bepflanzungen, Regengärten sowie Möglichkeiten, die Einwohner in Maßnahmen zugunsten des Klimas und der lokalen Umwelt einzubinden.
Den Abschluss des Programms bildete ein naturkundlicher Lehrspaziergang „Auf dem Vogelpfad“ im Nationalpark „Ujście Warty“, verbunden mit Naturbeobachtungen und einem Gespräch über die Rolle von Ökosystemen beim Aufbau von Klimaresilienz.
„Das grenzüberschreitende Gebiet zeigt sehr gut, dass der Klimawandel nicht an der Grenze Halt macht. Deshalb werden die im Projekt KLIMAT+ vorgeschlagenen Maßnahmen den Bedürfnissen dieser Region gerecht werden“, betonte Dr. Katarzyna Sitko, Koordinatorin des Projekts KLIMAT+. „Angesichts des Klimawandels stehen wir vor gemeinsamen Bedrohungen, verfügen aber auch über gemeinsame Ressourcen. Deshalb sollten wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsame Maßnahmen umsetzen.“
Die Konferenz bot nicht nur die Gelegenheit, die Ziele des KLIMAT+-Projekts vorzustellen, sondern war auch ein Forum für den Erfahrungsaustausch, das Knüpfen neuer Kontakte und Gespräche über konkrete Maßnahmen, die die Klimaresilienz der Städte und Gemeinden im Grenzgebiet stärken können.








Wir danken allen Teilnehmern, Referenten und Partnern für ihre Anwesenheit, die inspirierenden Gespräche und den gemeinsamen Aufbau einer Zusammenarbeit zugunsten der Klimaresilienz der Grenzregion!
Das Projekt KLIMAT+ wird bis zum 31. Dezember 2028 durchgeführt von:
- dem Institut für Ökologie industrialisierter Gebiete als federführendem Partner
- der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland mbH
- der Stiftung Natura Polska
- der Stadt Kostrzyn an der Oder
in Zusammenarbeit mit den assoziierten Partnern:
- der Stadt Żary
- der Stadtgemeinde Gubin
- der Stadt Guben
- dem Amt Golzow
- der Gemeinde Letschin
Das Projekt wird von der Europäischen Union aus Mitteln des EFRE im Rahmen des Programms Interreg VI A Brandenburg – Polen 2021–2027 kofinanziert.

