KLIMAT+ deutsch-polnische Studienreise: Erfolgreiche Lösungen zur Klimaanpassung

Vom 26. bis 27. August 2026 nahmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen und Deutschland an einer zweitägigen KLIMAT+ Studienreise zur Klimaanpassung und grün-blauen Infrastruktur teil. Im Mittelpunkt standen konkrete Lösungen und Erfahrungen zur Anpassung von Städten und Gemeinden an die Folgen des Klimawandels sowie der Austausch zwischen den Partnern in der polnisch-deutschen Grenzregion.

Die Studienreise wurde von der Fundacja Natura Polska gemeinsam mit ihren Partnern im Rahmen des Projekts KLIMAT+ – „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Unterstützung und Anpassungsmaßnahmen zum Aufbau der ökosystembasierten Resilienz des polnisch-deutschen Grenzgebiets“ organisiert.

Klimaanpassung in Leśna und Kowary

Am ersten Tag führte die Studienreise nach Leśna und Kowary. Vor Ort konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Maßnahmen kennenlernen, mit denen Städte auf zunehmende Hitze, Starkregen und weitere Folgen des Klimawandels reagieren können.

In Leśna wurden unter anderem folgende Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum nachhaltigen Regenwassermanagement vorgestellt:

  • Regengärten
  • Gründächer und begrünte Wände
  • Lösungen zur Bewirtschaftung und Speicherung von Regenwasser
  • Weidenkonstruktionen
  • durchlässige Oberflächen
  • Elemente der Umweltbildung

In Kowary standen ebenfalls naturbasierte Lösungen und Maßnahmen zur Klimaanpassung im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden unter anderem Projekte zur Wasserrückhaltung und Regenwasserbewirtschaftung, zur Schaffung neuer Grünflächen und Blühwiesen sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien. Auch grüne Haltestellen, durchlässige Oberflächen und eine klimafreundliche Stadtmöblierung wurden als Beispiele für eine klimaangepasste Stadtentwicklung präsentiert.

Am Abend besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Friedenskirche in Świdnica, die als größte barocke Holzkirche Europas gilt und zum UNESCO-Welterbe gehört.

Naturbasierte Lösungen für klimaangepasste Städte in Wrocław

Den zweiten Tag der Studienreise verbrachte die Gruppe in Wrocław. Auf dem Programm stand zunächst ein Besuch im Hydropolis – Zentrum für Umwelterziehung.

Anschließend wurden die Ergebnisse und Erfahrungen des Projekts Grow Green im Stadtteil Ołbin vorgestellt. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die Umsetzung naturbasierter Lösungen im dicht bebauten urbanen Raum.

Zu den vorgestellten Maßnahmen gehörten:

  • grüne Straßen
  • Pocket-Parks
  • Regengärten
  • nachhaltiges Regenwassermanagement
  • Blühwiesen

Die Beispiele aus Wrocław zeigten, wie grün-blaue Infrastruktur und naturbasierte Lösungen auch in dicht bebauten Stadtgebieten zur Klimaanpassung beitragen können.

Erfahrungsaustausch zur Klimaanpassung im Grenzgebiet

Die KLIMAT+ Studienreise bot nicht nur die Möglichkeit, konkrete Projekte und Investitionen zur Klimaanpassung kennenzulernen. Ein wichtiger Bestandteil war auch der grenzüberschreitende Austausch zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Polen und Deutschland.

Die vorgestellten Beispiele machten deutlich, dass bereits vergleichsweise kleine Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Resilienz von Städten und Gemeinden gegenüber den Folgen des Klimawandels leisten können. Dazu gehören beispielsweise die Speicherung und Nutzung von Regenwasser, die Vergrößerung biologisch aktiver Flächen, zusätzliche Grünflächen, Blühwiesen und die Verringerung der Bodenversiegelung.

Die Studienreise im Rahmen von KLIMAT+ zeigte damit konkrete Wege auf, wie Klimaanpassung, grün-blaue Infrastruktur und naturbasierte Lösungen miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig stärkte sie den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Akteurinnen und Akteuren auf beiden Seiten der polnisch-deutschen Grenze.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die gemeinsamen zwei Tage, die interessanten Gespräche, die aktive Teilnahme und das große Interesse an den vorgestellten Lösungen zur Klimaanpassung!

Das Projekt „KLIMAT+ – Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Unterstützung und Anpassungsmaßnahmen zum Aufbau der ökosystembasierten Resilienz des polnisch-deutschen Grenzgebiets“ wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg–Polen 2021–2027 kofinanziert.